Mozilla Firefox Version 57.0 – Das Ende einer Ära?

„Wenn schon Scheiße, dann Scheiße mit Schwung!“
Frei nach diesem Motto haben scheinbar die Entwickler von Mozilla die aktuelle Version des Firefox programmiert.

Aus einer ehemals spitzenmäßigen Software, die ich sehr gerne als Alternative zu Chrom und Safari empfohlen habe, ist mittlerweile ein lächerlicher Haufen Müll geworden. Ich unterstütze und empfehle gern freie Software aber mittlerweile kann ich das beim Firefox nicht mehr mit ruhigem Gewissen machen.
Mir scheint, als versucht man bei Mozilla krampfhaft diverse Features von Produkten der Mitbewerber einzubauen und verliert dabei den Sinn fürs Detail und den Geist, der irgendwann mal im Firefox gesteckt hat.

Nicht ohne Grund hatte ich das automatische Update des Firefox deaktiviert, da es bei den letzten Versionen immer mehr bergab ging. Nun begab es sich, dass ich die Information bekommen habe, dass es ein neues, großes Update gibt. Ich Depp dachte mir noch so, dass man nicht noch mehr vermurksen kann aber weit gefehlt.

1. Layout
Nach dem Update auf die Version 57 wurde ich zuerst von einem neuen Layout überrascht. Gefühlt ändert sich das ja bei jedem Update aber bei der 57 haben die Designer mal ganz tüchtig in die optische Trickkiste gegriffen und sich selber übertroffen, leider nicht zum Positiven.
Über Optik lässt sich ja bekannter Maßen streiten, also möchte ich hier nicht all zu sehr darauf herumreiten.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass man das bisherige Layout nicht als alternatives bzw zusätzliches Theme zur Verfügung stellt. Weiterhin ist mir ein Rätsel, warum man z. Bsp. die Icons für den Seitenneuaufbau von rechts nach links verschiebt und sowohl rechts, als auch links neben der Adresszeile einen „Flexiblen Freiraum“ einbaut. Aus meiner Sicht ist der völlig sinnfrei und erschwert lediglich den Blick auf das Wesentliche.

2. Verschobenes Design
Ein Punkt, den Mozilla schon seit Urzeiten nicht auf die Reihe bekommt ist, dass nach jeden Update das individuell eingestellte Design zurückgesetzt wird. OK, bei mir sind das nicht viele Sachen aber trotzdem nervt es gewaltig, dass man immer wieder von vorne anfangen muss.

3. Scripte
Der Hammer war aber, dass das Update ohne Vorwarnung alle Greasemonky Scripte gelöscht hat. Eine Neuinstallation ist nicht möglich und somit ist der FF für mich auch nicht mehr brauchbar.

4. Erweiterungen / Add Ons Teil 1
Weiter geht es mit den Erweiterungen, die in der aktuellen Version gekillt wurden.
Scheinbar hat Mozilla den großen Sprung zur dunklen Seite der Macht gemacht, denn „NoSript“ wurde kurzer Hand deaktiviert und ist nicht mehr nutzbar. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt aber mir kommt es so vor, als ob da auf diversen Kanälen ne Menge Geld geflossen ist, damit sich die Nutzer des Firefox mit dieser Erweiterung nicht mehr gegen dis Spam Flut schützen können.
Betroffen sind weiterhin „Firebug“ und diverse RSS AddOns.

5. Erweiterungen / Add Ons Teil 2
Da ich ohne „NoScript“ nicht arbeiten wollte, habe ich die Option „Ersatz finden“ genutzt, um einfach zu schauen, ob es noch Alternativen gibt. Das große Wunder: Bei meinem Test habe ich immer eine blanco Seite erhalten. Es gab somit keine Möglichkeit andere Erweiterungen zu finden resp zu installieren.

6. Geschwindigkeit
Ein Punkt, den Firefox in der aktuellen Version mit bravoure meistern sollte, ist völlig in die Hose gegangen.
Die Seiten bauen sich nicht schneller, sondern wesentlich langsamer auf und da helfen auch keine eingebauten optischen Features.

Resumé
Die aktuelle Version des Mozilla Firefox ist die schlechteste, mit der ich bisher gearbeitet habe.
Noch vor drei Jahren hätte ich folgenden Satz nicht für möglich gehalten aber nun ist es wirklich geschehen:
Lasst den Firefox in Ruhe sterben und nutzt andere Browser!
Ich, als „Microsoft verseuchter User“ greife natürlich gern auf den Internet Explorer zurück, der mich bisher noch nicht enttäuscht hat. Für Alle, die damit nicht klar kommen, den empfehle ich Chrome zu nutzen.
Es ist sehr schade, dass sich Mozilla einen Dreck um seine User schert aber scheinbar sollen wir hier mal ein klares Zeichen setzen.
Haut den Firefox in die Tonne und werdet glücklich! 😉

PS
Wie ich gerade auf anderen Seiten gelesen habe, ist meinen Kollegen dort auch aufgefallen, dass sich in der aktuellen Version des Firefox mehr die negativen Seiten bemerkbar machen. Ein kleiner Trost für mich, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin, auf weiter Flur.

5 Gedanken zu “Mozilla Firefox Version 57.0 – Das Ende einer Ära?

  1. Ich stimme in allem zu! Mir ist es ähnlich ergängen. Diese aktuelle Version (57.0) sprengt den Rahmen des Erträglichen!! Ich habe meinen FF zurückgesetzt auf die vorherige Version als Notlösung oder Übergangslösung. Bis jetzt war ich all die Jahre ein 100%iger FF-Fan, nun habe ich wirklich die Schnauze voll und überlege, den Chrome zu nutzen.
    !! @ Uploader dieses Berichtes: als ich eben bei Google eingab „Firefox 57.0 ist Schrott“, stand ganz oben der Link zu diesem Bericht, klickte drauf – und ich las Folgendes:
    „Diese Verbindung ist nicht sicher. Der Inhaber von news.wpvision.de hat die Website nicht richtig konfiguriert. Firefox hat keine Verbindung mit dieser Website aufgebaut, um Ihre Informationen vor Diebstahl zu schützen…. Fehler an Mozilla melden, um beim Identifizieren und Blockieren böswilliger Websites zu helfen“
    ————
    „Nachtigall, ick hör dir trapsen“ 😀
    Interessierte User können somit Ihren Bericht nur lesen, wenn man am Google Link „im Cache“ wähle…

    1. Hallo Adele.
      Ja, mich hat es auch extrem geärgert, was Mozilla da angestellt hat aber es ist wohl an der Zeit, dass sich unsere Wege scheiden. Vielleicht hat das auch etwas gutes und ich finde dadurch zu einen neuen Browser, der für meine Zwecke besser zugeschnitten ist.

      Die Fehlermeldung bei dem Link ist ein Problem, was Google verursacht. Einige meiner Seiten werden mit https anstatt http angezeigt und da ich kein https Zertifikat installiert bzw aktiviert habe, kann dies natürlich auch nicht gefunden werden und wird daher vom FF als Fehler angezeigt.

  2. Ein Hallo an alle Leidgenossen !
    Wie ich sehe, stehe ich mit meiner Meinung über die jetzigen Versionen von FF nicht allein im Wald. Auch für mich gab es nichts besseres als FF, da ich sehr viele für mich nützliche Addons nutze. Aber als die Macher von FF anfingen von Addon-Entwicklern Geld zu verlangen, damit diese von Mozilla signiert und zugelassen werden, hörte der Spaß für mich auf.
    Deshalb von mir ein paar kleine Tipps, mit denen ich mir den Abschied vom verkommerzialisierten FF leichter gemacht habe:
    1. Da ich Chrome nicht mag (Geschmackssache), Safari nicht mehr weiterentwickelt wird und Sicherheitslücken aufweist, bin ich zu Pale Moon gewechselt. Fast alle Addons von FF funktionieren (z.B.: NoScript, IE Tab 2, IEView), ersatzweise kann man entsprechende Alternativen dort im Downloadbereich finden (Adblock Latitude anstelle von AdblockPlus).
    2. Wenn noch FF (für bestimmte Seiten erforderlich), dann die letzte funktionierende 51.0.1 installieren.
    Den Wartungsdienst nicht zu installieren und Updates zu deaktivieren, sowie diverse Eingriffe in die about:config helfen leider nicht ganz, um zu verhindern, dass man auf geheimnisvolle Weise plötzlich doch von der v57 begrüßt wird. Zum Glück bleibt nach der Deinstallation das Profil erhalten und wird nach einer Neuinstallation sofort erkannt und aktiviert.
    Folgende Dateien im Install-Dir löschen, oder umbennen:
    maintenanceservice.exe
    maintenanceservice_installer.exe
    updater.exe
    und gleich noch die nutzlose crashreporter.exe mit weghauen.
    Danach kann FF noch so lange betteln, dass er keine Updates suchen kann……grins….

    Ich hoffe, einigen damit geholfen zu haben.
    Ein frohes 2018,
    Gruß Frank

    1. Guten Morgen Frank und danke für den Hinweis.
      Ich habe den Firefox nebenbei immer noch laufen alleine um zu sehen, was sich da tut aber es wird wirklich von Update zu Update grausamer.

      Dir auch ein gesundes neues Jahr. 🙂

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